Folge #7: Outing

Outing ist ein aus dem Englischen übernommener Begriff der Schwulen- und Lesbenbewegung, der sich zu Beginn der 1990er-Jahre auch in der deutschen Sprache durchsetzte. Das reflexive Verb „sich outen“ bezeichnet einen selbstbestimmten Akt (siehe Coming-out). Demgegenüber wird das transitive Verb „jemanden outen“ verwendet im Sinne von „jemanden einer Sache bezichtigen, die bis dahin geheim war“ (und die Betroffene gerne geheim halten wollen). Oft geht es dabei um sexuelle Themen (Beispiele: „outete ihn als Fremdgänger“ oder „… als Bordell-Stammkunden“), aber nicht nur (Beispiele: „outete ihn als Mitglied einer Geheimsekte“ oder „… als Medikamentenabhängigen“).

(Definition von Wikipedia)

In Folge #7 habe ich von einer qualitativen Studie mit 67 Menschen aus der BDSM-Szene erzählt, in denen ihre Erfahrung mit Outings erfasst wurden.

26.9% berichteten von negativen Erfahrungen (Ablehnung, Vorurteile, Isolation bis Jobverlust)

16.4% berichteten positive Erfahrungen (Erleichterung, Befreiung, Steigerung Selbstbewusstsein)

15% wurden gegen ihren Willen geoutet. Dies stellt in vielen Fällen eine Verletzung der Privatsphäre dar und sollte tunlichst vermieden werden.

Ling, T.J et al. (2020) BDSM, Non‑Monogamy, Consent, and Stigma Navigation: Narrative Experiences. In: Archives of Sexual Behavior (2022) 51:1075–1089.

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