Folge #25: Wäre das was für mich?

Disclaimer: Bitte entscheidet sorgfältig für euch selbst, ob es einen Versuch wert ist, so ein Beziehungsmodell zu testen oder gar voll zu leben.

Es gibt jedoch sogar dafür Inventare in der Wissenschaft. Ein Inventar ist eine Sammlung an Fragen, mit denen eine bestimmte Sache gemessen werden soll. Bekannt sind etwa Dinge wie Intelligenz, Persönlichkeitseigenschaften, Musikalität etc. Aber auch für die Bereitschaft, eine konsensuell-nichtmonogame Beziehung zu führen, gibt es so etwas.

Sizemore & Spencer (2017) haben so ein Inventar getestet (validiert) und berichten im Artikel „Testing the Validity and Factor Structure of the Willingness to Engage in Consensual Non-Monogamy Scale Among College Men and Women“.

Sehr kurze Zusammenfassung:
Der Artikel prüft, ob eine 6-Item-Skala („Willingness to Engage in CNM“) zuverlässig misst, wie bereit/willig Personen sind, konsensuell nicht-monogame Beziehungsformen (u.a. „open“, Swinging, polyamore Elemente) einzugehen. In einer großen Stichprobe von 938 Studierenden (18–29) findet er: ein Faktor (also ein gemeinsames „CNM-Willingness“-Konstrukt), gute interne Konsistenz und plausible Zusammenhänge: höhere CNM-Willingness hängt positiv mit permissiveren Einstellungen zu Casual Sex und entsprechenden Intentionen zusammen, und ist nicht einfach nur Social-Desirability-Antworten.

Sizemore, K.M., Olmstead, S.B. Testing the Validity and Factor Structure of the Willingness to Engage in Consensual Non-Monogamy Scale Among College Men and Women. Sex Res Soc Policy 14, 182–191 (2017). https://doi.org/10.1007/s13178-016-0263-8

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